Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼
  audience-menu

Humboldt-Universität zu Berlin - Philosophy, Science and the Sciences

Winter semester 2018/19

This is a selection of courses offered by faculty of "Philosophy, Science and the Sciences" and related research fields. The regular forum for the doctoral students of the Research Training Group and the Graduate Program in Ancient Philosophy is Jonathan Beere's Philosophical Colloquium, complemented by the Reading Group of David Ebrey. The course list represents a variety of topics that are related to different research fields within the program. Please select your courses in accordance with your dissertation project and your supervisors.

Asper, Markus: Forschungskolloquium Gräzistik (CO)
Mon 12-14, Unter den Linden 6, room 3052, starting 15 Oct (biweekly)

Beere, Jonathan: Philosophical Colloquium (CO)
Wed 10-12, Hannoversche Straße 6, room 3.03, starting 17 Oct

Beere, Jonathan: Intellect in Aristotle’s De Anima (HS)
Tue 10-12, Hannoversche Straße 6, room 3.03, starting 16 Oct

Beere, Jonathan: Gerechtigkeit und Herrschaft im ersten Buch von Platons Politeia (PS)
Thu 10-12, Invalidenstraße 110, Unterrichtsraum, starting 18 Oct

Ebrey, David: Reading Group
Tue 16:30-18, Hannoversche Straße 6, room 3.03, starting 16 Oct

Graßhoff, Gerd / Ossendrijver, Matthieu: Philosophical Colloquium (CO)
Mon 18-20, Hannoversche Straße 6, room 1.03, starting 22 Oct

Hildebrandt, Ronja: Aristotele's Protreptikus oder warum man Philosophie studieren sollte (HS)
Mon 14-16, Hannoversche Straße 6, room 1.03, starting 29 Oct

Hildebrandt, Ronja: Aristotele's Nikomachische Ethik (PS)
Tue 8:30-10, Hannoversche Straße 6, room 1.03, starting 30 Oct

Lo Presti, Roberto: Platon, Phaidros (HS)
Mon 16-18, Unter den Linden 6, room 3059, starting 22 Oct

Ossendrijver, Matthieu: Astronomy and Astrology in Antiquity (V)
Mon 10-12, Hannoversche Straße 6, room 1.03, starting 22 Oct

Ossendrijver, Matthieu: Babylonian Astronomical Diaries and Related Texts (HS)
Mon 16-18, Hannoversche Straße 6, room 1.03, starting 22 Oct

Ossendrijver, Matthieu: Methods of Mesopotamian School Mathematics (PS)
Wed 10-12, Hannoversche Straße 6, room 1.03, starting 17 Oct

Roser, Christopher: Schreiben und Argumentieren (Ü)
Wed 14-16, Hannoversche Straße 6, room 3.03, starting 17 Oct

Roser, Christopher / Wilck, Benjamin: Sokratische Dialektik Angewandt: Wie man wissenschaftliche und ethische Prinzipien rechtfertigt (Q-Team)
Mon 16-18, Hannoversche Straße 6, room 3.03, starting 22 Oct

van der Eijk, Philip: Antike Medizin und Wissenschaftsgeschichte (CO)
Mon 10-12, Unter den Linden 6, room 3053, starting 22 Oct

van der Eijk, Philip: Thukydides' historiographische Methode vor dem Hintergrund des medizinischen Denkens seiner Zeit (S)
Tue 10-12, Unter den Linden 6, room 3052, starting 16 Oct

Wilberding, James: Plato's Moral Psychology (HS)
Block seminar, 18 Feb - 1 March, 9-15, Hannoversche Straße 6, room 3.03

Wilberding, James: Philosophical Colloquium (CO)
Tue 13:30-16, Hannoversche Straße 6, room 3.03, starting 16 Oct

Wilberding, James: Plotin (PS)
Tue 10-12, Hannoversche Straße 6, room 1.03, starting 16 Oct

Wilberding, James: Einführung in den Neuplatonismus (V)
Mon 14-16, Unter den Linden 6, room 2094, starting 22 Oct

Wilck, Benjamin: Justice and Happiness in Plato and Aristotle (PS)
Tue 10-12, Unter den Linden 6, room 2094, starting 16 Oct

 

Asper, Markus: Forschungskolloquium Gräzistik (CO)

Das Kolloquium dient als eine thematisch offene Diskussionsplattform für alle, die Qualifikationsarbeiten (ab MA) mit gräzistischen Themen schreiben – oder die sonst über gräzistische Fragen forschen. Das Kolloquium findet zweiwöchentlich statt.

→Agnes

Beere, Jonathan: Philosophical Colloquium (CO)

This colloquium will not have the usual format, but will take the form of a reading group or taught course. Students interested in participating should contact the instructor in advance. Language of instruction: English.

→Agnes

Beere, Jonathan: Intellect in Aristotle’s De Anima (HS)

Unlike abilities to grow, which are shared by plants, and unlike abilities to perceive, which are shared by other animals, humans are the only animals with the intellectual capacity - nous, or intellect - which Aristotle begins investigating in de Anima III.4.

Our primary goal in this seminar is to better understand what Aristotle says about nous in the de Anima. Accordingly, we will focus on III.4-8, but we will situate the discussion of nous in those chapters within the de Anima as a whole. If time permits, we may also dip into discussions of nous elsewhere in Aristotle, for instance in the Metaphysics, Posterior Analytics II.19, or Nicomachean Ethics VI.

The seminar will be primarily in English, but participants are welcome to contribute in German as well, if they feel more comfortable doing so. Participants should prepare for the first meeting of the seminar on 16. October by reading de Anima II.1-3.

→Agnes

Beere, Jonathan: Gerechtigkeit und Herrschaft im ersten Buch von Platons Politeia (PS)

→Agnes

Ebrey, David: Reading Group

Greek reading group in which we work carefully through the central books of Plato's Republic. Knowledge of Greek essential.

Hildebrandt, Ronja: Aristotele's Protreptikos oder warum man Philosophie studieren sollte (HS)

Im Protreptikos reagiert Aristoteles auf Kritiker seiner Zeit, laut denen Philosophie – so wie Platon und Aristoteles den Begriff verstehen – nutzlos und deswegen wertlos ist: Leute, die etwas werden wollen in der Welt, lassen besser die Finger davon. Einerseits hält Aristoteles dagegen, dass Philosophie nützlich für gutes Handeln im Politischen und Privaten ist. Andererseits stellt er heraus, dass der Wert der Philosophie nicht ausschließlich an seiner Nützlichkeit gemessen werden sollte: Philosophie ist gut, weil sie nicht nur nützlich, sondern auch intrinsisch wertvoll ist.

Im Seminar lesen wir gemeinsam den Protreptikos und rekonstruieren Aristoteles‘ Argumente. Am Anfang werden wir uns kurz mit der Überlieferungs- und Rekonstruktionsgeschichte des Texts befassen. Kenntnisse des Griechischen sind erwünscht, aber keine Voraussetzung. Textgrundlage wird die (noch unveröffentlichte) neue Rekonstruktion von Hutchinson & Johnson sein, die als pdf für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Verfügung gestellt wird.

Da das Seminar erst ab dem 29. Oktober beginnt, wird das Seminar immer von punkt 14 Uhr bis punkt 16 Uhr stattfinden. Lehrsprache ist Deutsch, Studenten können sich aber auch auf Englisch beteiligen.

→Agnes

Hildebrandt, Ronja: Aristotele's Nikomachische Ethik (PS)

Die Nikomachisches Ethik gilt als Aristoteles‘ ethisches Hauptwerk. Ausgehend von der Frage, wie ein gutes menschliches Leben aussieht, bespricht Aristoteles u.a. verschiedene Charaktertugenden wie Mut, Großzügigkeit und Gerechtigkeit, intellektuelle Tugenden, Lust und Freude, Willensschwäche und Freundschaft. Am Ende kommt Aristoteles zu dem Schluss, dass es tatsächlich die Philosophen sind, die das bestmöglichste Leben führen.

Ziel des Seminars ist es, einen Überblick über die gesamte Nikomachische Ethik zu geben; d.h. es wird für jede Woche ein recht großes Lesepensum geben. Lehrsprache ist Deutsch, Studenten können sich aber auch auf Englisch beteiligen.

Da das Seminar erst am 30. Oktober beginnt, werden wir die Stunden im Januar und Februar nachholen. Genauer wird im Seminar besprochen.

→Agnes

Graßhoff, Gerd / Ossendrijver, Matthieu: Philosophical Colloquium (CO)

→Agnes

Lo Presti, Roberto: Platon, Phaidros (HS)

In diesem Seminar werden wir einen der berühmtesten Dialoge Platons behan- deln. Das Thema des Phaidros ist die Kunst des sprachlichen Ausdrucks, die in der Rhetorik machtvoll zur Geltung kommt. Dabei geht es um das Verhältnis zwischen rhetorischer Überzeugungskraft und philosophischer Wahrheitsfindung. Auch der Gegensatz zwischen mündli- cher und schriftlicher Mitteilung wird erörtert. Den konkreten Anlass der Diskussion bietet eine rhetorisch gestaltete Schrift des Lysias, eines berühmten Redenschreibers, die Phaidros mitgebracht hat und vorliest. Lysias vertritt die Ansicht, die Liebesleidenschaft sei eine schlechte Voraussetzung für eine Freundschaft; daher sei es besser, mit einem Nichtverliebten befreundet zu sein. Sokrates trägt aus dem Stegreif eine alternative Stellungnahme vor, in der er ebenfalls vor den schädlichen Wirkungen der Verliebtheit warnt. Anschließend distanziert er sich aber von dieser Sichtweise und plädiert eindringlich für die gegenteilige Auffassung. Nunmehr wirbt er für ein tieferes Verständnis der erotischen Leidenschaft, die er als einen irrationalen Gemütszustand göttlichen Ursprungs bestimmt. Solcher „Wahnsinn“ sei nicht negativ zu bewerten. Vielmehr handle es sich um eine Ergriffenheit der Seele. Dabei werde die Seele von der gewaltigen Macht ihrer Sehnsucht nach dem Schönen angetrieben.

Sokrates veranschaulicht seine Deutung des erotischen Begehrens mit einer mythischen Erzählung vom Schicksal der unsterblichen Seele im Jenseits. Dem Mythos zufolge lenkt die geflügelte Seele ihren Seelenwagen durch das Himmelsgewölbe. Den Wagen ziehen zwei ebenfalls geflügelte Pferde, ein gehorsames und ein störrisches, deren Verschiedenartigkeit die Wagenlenkung stark erschwert. Sofern die Seele nicht abstürzt oder anderweitig scheitert, kann sie einen „überhimmlischen Ort“ erreichen, wo sie die “platonischen Ideen” wahrnimmt, darunter die Idee des Schönen, das heißt das Urbild alles Schönen. Wenn sie später im Verlauf der Seelenwanderung einen menschlichen Körper annimmt, erinnert sie sich beim Anblick schöner Gestalten undeutlich an dieses prägende Erlebnis und wird daher von erotischer Begierde ergriffen. Das eigentliche, unbewusst erstrebte Ziel ihrer Sehnsucht ist aber nicht ein einzelner schöner Körper, sondern die göttliche Schönheit jenseits des Himmels, die das körperliche Auge nicht sieht.

In der philosophiegeschichtlichen Forschung sind vier Aspekte des Dialogs auf besonderes Interesse gestoßen: erstens Platons im Vergleich mit dem frühen Dialog Gorgias anscheinend positivere und differenziertere Beurteilung der Rhetorik; zweitens die Frage, wie radikal seine Kritik an der Schriftlichkeit ist und welche Konsequenzen sie für sein Verhältnis zu seinen eigenen Werken hat; drittens das im Mythos dargelegte Konzept einer dreiteiligen Seele; viertens das Spannungsverhältnis zwischen dem sokratisch-platonischen Rationalismus und der positiven Bewertung irrationaler Zustände im Phaidros. All diese Aspekte werden im Seminar erörtert und zur Diskussion gebracht werden.

Eine vollständige Literaturliste wird am Anfang des Seminars zur Verfügung gestellt.

→Agnes

Ossendrijver, Matthieu: Astronomy and Astrology in Antiquity (V)

In dieser Vorlesung werden zentrale Themenbereiche der Astronomie und der Astrologie aus den antiken Kulturen des östlichen Mittelmeerraumes (Ägypten, Griechenland, Mesopotamien, Rom) eingeführt. Zentral stehen schriftliche und materielle Originalquellen, die daraus rekonstruierten astronomischen und astrologischen Praktiken und Theorien und die aktuelle Forschung zu diesen Themen.

→Agnes

Ossendrijver, Matthieu: Babylonian Astronomical Diaries and Related Texts (HS)

Die Babylonischen "astronomischen Tagebücher" sind Produkte eines in der Antike beispiellosen Programms zur Berichterstattung und Vorhersagung von astronomischen und anderen Phänomenen. Neben Tagebüchern und Exzerpten mit selektierten Beobachtungsdaten gibt es eine Reihe von Textgattungen mit Vorhersagungen, die mittels der sogenannten Zieljahrmethode aus den Tagebüchern konstruiert wurden.

Ziel des Hauptseminares ist es (1) die in den Tagebüchern belegten observationellen Praktiken zu rekonstruieren, (2) die genauen Zusammenhänge zwischen den Tagebüchern und den Vorhersagungstexten zu rekonstruieren. Elementare Kenntnisse der (Schul)Mathematik werden vorausgesetzt. Kenntnisse der mesopotamischen Kultur werden nicht vorausgesetzt.

→Agnes

Ossendrijver, Matthieu: Methods of Mesopotamian School Mathematics (PS)

Die babylonische Schulmathematik ist durch umfangreiche Keilschriftfunde aus der altbabylonischen Zeit (1900-1700 vC) belegt. Sie umfasst eine Vielzahl von mathematischen Praktiken.

Ziel der Veranstaltung ist, die Methoden und Verfahren der babylonischen Schulmathematik zu rekonstruieren. In den Sitzungen wird nach und nach der babylonische Mathematikunterricht abgedeckt, von Zahlensystem und elementaren arithmetischen Operati- onen (Addition, Multiplikation, Division) bis zu Lösungsverfahren einfacher Probleme.

Nach einer Einführung soll jede(r) Teilnehmer(in) über ein Textbeispiel ein Kurzreferat halten. Anschließend wird darüber diskutiert. Elementare mathematische Kenntnisse werden voraus- gesetzt. Kenntnisse der mesopotamischen Kultur werden nicht vorausgesetzt.

→Agnes

Roser, Christopher: Schreiben und Argumentieren (Ü)

Wir werden einige der wichtigsten Argumente aus der gegenwärtigen Philosophie und aus der Geschichte der Philosophie betrachten. Dabei geht es darum zu auszuarbeiten, was gute Argumente sind, wie man Argumente analysiert, kritisieren und verbessern kann, und auch wie man es schafft selbst Argumente zu liefern – sowohl in Schrift als auch in Wort. Studierende müssen regelmäßig kurze Texte abfassen und kurze Präsentationen zu geben.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt. Um eine Anmeldung bis zum Ende der der ersten Semesterwoche (21.10) bei christopher.n.roser@gmail.com wird gebeten. (First Come, First Serve). Die Einführungsveranstaltung ist am 17.10.

→Agnes

Roser, Christopher / Wilck, Benjamin: Sokratische Dialektik Angewandt: Wie man wissenschaftliche und ethische Prinzipien rechtfertigt (Q-Team)

Wie können wissenschaftliche oder ethische Prinzipien gerechtfertigt werden? Alle Wissenschaften sowie andere Bereiche, in denen wir argumentieren, basieren auf grundlegenden Prinzipien. Solche Prinzipien werden zur Begründung unserer Konklusionen verwendet; jedoch können sie selbst nicht in dieser Weise begründet werden. Daraus ergibt sich die Frage, ob und wie diese Prinzipien begründet werden können. Von der Antike bis heute ist dialektisches Argumentieren immer wieder als Lösung angeboten worden. Im sokratischen Dialog soll es möglich sein, die Prinzipien zu prüfen, zu revidieren und zu begründen. In unserem Q-Team betrachten wir dies in zweifacher Weise:

  1. Was ist Dialektik und wie rechtfertigt die Dialektik grundlegende Prinzipien?
  2. Spielt Dialektik in den gegenwärtigen Wissenschaften eine Rolle und wie kann die Dialektik auf diese angewandt werden?

Unser Seminar nimmt den Ausgangspunkt in Platons, Aristoteles’ und Sextus Empirikus’ Theorien und Praktiken der Dialektik, und wendet diese auf die antike sowie gegenwärtige Wissenschaft an. Studierende aller Fächer, die sich mit der Theorie der Dialektik beschäftigen wollen oder die Dialektik auf ihr eigenes Fach anwenden wollen, sind willkommen.

WAS IST EIN Q-TEAM? Die Q-Teams sind studentische Forschungsteams, die von Doktorand_innen oder Postdocs angeleitet werden. Im Rahmen eines aktuell laufenden Forschungsprojekts, das an der Humboldt-Universität oder an einer kooperierenden außeruniversitären Forschungseinrichtung angesiedelt ist, bearbeiten die Studierenden eine eigene Fragestellung. Im Sinne des Forschenden Lernens erhalten sie Einblicke in die Forschungspraxis ihres Fachs oder eines interdisziplinären Zusammenhangs und sammeln erste eigene Forschungserfahrungen.

ABLAUF: Nach einer kurzen, dreiwöchigen Einführung in die antike Dialektik, werden die Studierenden ein je eigenes Forschungsprojekt zum Thema ausarbeiten. In einem kleinen Team von höchstens zehn Studierenden werden wir genug Zeit haben, um unsere eigenen Ideen vorzustellen einander Feedback zu geben. Auch werden die Teilnehmer die Gelegenheit haben, ihre Forschungsergebnisse in einer Konferenz im Ende des Semesters vorzustellen; die daraus entstehenden Beiträge können in einem Sammelband veröffentlicht werden.

BEWERBT EUCH! Sowohl deutsch- als auch englischsprachige Teilnehmer sind willkommen. Bei Interesse an der Teilnahme im Q-Team sende bitte eine formlose E-mail an christopher.n.roser@gmail.com oder benjamin.wilck3@gmail.com. Lass uns kurz wissen, was Du studierst und warum Dich diese Veranstaltung interessiert, sowie ob Du im Bachelor- oder Master-Studium bist. Bitte lass uns auch wissen, ob Du über passive Deutschkenntnisse verfügst.

BEMERKUNGEN: Die Diskussion kann in Deutsch oder Englisch stattfinden. Abhängig von der Anzahl der englischsprachigen Studierenden sowie der Bereitschaft der deutschsprachigen Studierenden, den Kurs auf Englisch durchzuführen, werden wir gemeinsam entscheiden, ob das Q-Team auf Deutsch oder Englisch stattfindet. Wenn Du nur über passive Deutschkenntnisse verfügst: Englische Beiträge, Präsentationen und Aufsätze werden in jedem Fall akzeptiert!

Das Q-Team ist offen für Bachelor- und Master-Studierende, sowie für Studierende aller Fächer!

Vorkenntnisse in Philosophie, Wissenschaft, oder Altgriechisch sind willkommen, aber keineswegs notwendig!

Durch den Besuch des Q-Teams werden ECTS-Punkte erworben!

→Agnes

van der Eijk, Philip: Antike Medizin und Wissenschaftsgeschichte (CO)

Im Forschungskolloquium präsentieren und diskutieren Teilnehmer und Gäste laufende Forschungstätigkeiten im Bereich der antiken Medizin, Philosophie und Wissenschaftsgeschichte und ihrer Rezeption. Auch werden griechische und lateinische medizinische Texte, die im Rahmen von aktuellen Forschungsprojekten bearbeitet werden, in einem close reading Verfahren intensiv diskutiert. Da „Work in Progress“ und andere noch nicht veröffentlichte Materialien vorab zur Vorbereitung unter den Kolloquiumsteilnehmern verteilt werden, ist die Teilnahme am Kolloquium nur nach Vereinbarung mit Prof. Dr. P.J. van der Eijk (philip.van.der.eijk@hu-berlin.de) möglich.

→Agnes

van der Eijk, Philip: Thukydides' historiographische Methode vor dem Hintergrund des medizinischen Denkens seiner Zeit (S)

Thukydides gilt allgemein als der Grundleger der wissenschaftlichen Geschichtsschreibung. Weniger bekannt ist, dass er in seiner Methode, seinem Verständnis von Kausalität und seiner Auffassung des Nutzens der Geschichtsschreibung für das Vorhersehen künftiger Entwicklungen weitgehend auf die medizinischen Texte zurückgeht, die aus der Schule des großen Arztes Hippokrates von Kos stammen. Dies tritt am stärksten in seiner dramatischen und ergreifenden Beschreibung der Pest von Athen hervor, aber auch im berühmten Methodenkapitel und an den Stellen, wo er wie ein Arzt die menschliche Natur auf ihre eigenartigen Schwächen diagnostiziert. In diesem Seminar lesen wir die relevanten Kapitel aus dem thukydideischen Text in Zusammenhang mit ausgewählten Passagen aus den Hippokratischen ‚Epidemien‘, der Schrift ‚Über die Umwelt‘ und dem ‚Prognostikon‘.

Literaturauswahl: G. RECHENAUER, Thukydides und die hippokratische Medizin. Naturwissenschaftliche Methodik als Modell für Geschichtsdeutung, Hildesheim 1991; K. WEIDAUER, Thukydides und die Hippokratischen Schriften: der Einfluss der Medizin auf Zielsetzung und Darstellungsweise des Geschichtswerks, Heidelberg 1954; G.E.R. LLOYD, In the Grip of Disease. Studies in the Greek Imagination, Oxford 2003.

→Agnes

Wilberding, James: Plato's Moral Psychology (HS)

Moral psychology, broadly construed to include such issues as moral motivation, virtue, eudaimonism, natural desires and pleasures, and emotions, occupies a central place in Plato’s philosophy, being addressed in various forms in numerous dialogues. In this seminar we will examine a selection of issues related to Plato’s moral psychology, by reading a selection of both primary texts and important secondary literature, which will be made available on Moodle. This seminar is aimed at advanced students who already have some background in Plato and/or moral psychology. It would be advantageous to have some familiarity with at least the Republic prior to the start of the semester. The readings will be (mostly) in English. No knowledge of ancient Greek is required, though the Greek text will be discussed at times.

→Agnes

Wilberding, James: Philosophical Colloquium (CO)

→Agnes

Wilberding, James: Plotin (PS)

Dieses Proseminar dient als Begleitseminar zur Vorlesung Einführung in den Neuplatonismus, und ist für diejenigen TeilnehmerInnen der Vorlesung gedacht, die sich einen tieferen Einblick in die Werke von Plotin wünschen. In diesem Seminar werden wir uns vor allem mit Themen aus Plotins Metaphysik, Psychologie und Naturphilosophie befassen, indem wir eine Auswahl von Texten aus dem Corpus Plotinianum gründlich lesen und diskutieren, die als Ergänzung zur Vorlesungslektüre gedacht sind. Die zu behandelnden Texte werden im Internet via Moodle zur Lektüre bereitgestellt. Altgriechischkenntnisse sind nicht erforderlich.

→Agnes

Wilberding, James: Einführung in den Neuplatonismus (V)

Der Terminus ‚Neuplatonismus’ als eine Bezeichnung für die Philosophie Plotins und seiner Nachfolger taucht zum ersten Mal am Ende des 18. Jahrhunderts auf. Plotin (ca. 205-270 n.Chr.), der als der Gründer dieser philosophischen Tradition gilt, sah sich nicht als

‚Neuplatoniker’ sondern einfach als Platoniker, d.h. als jemand, der in Übereinstimmung mit Platon philosophiert, und er und seine Nachfolger haben sich mit ihrem Platonbild so erfolg- reich durchgesetzt, dass in der Spätantike, im Mittelalter und in der Renaissance Platon nur nach dieser neuplatonischen Prägung verstanden wurde. Und nicht nur Platon: auch die Schrif- ten von Aristoteles wurden in der Regel nach neuplatonischen Lesarten interpretiert. Somit kann man den Neuplatonismus zu den einflussreichsten Bewegungen der Philosophiegeschichte zählen. In dieser Veranstaltung werden zentrale Texte (u.a. von Plotin, Porphyrios, Proklos, Philoponos) und Themen (Metaphysik, Seelenlehre, Ethik, Naturphilosophie) aus dem Neupla- tonismus vorgestellt. Alle Texte werden in der Übersetzung gelesen, und keine Altgriechisch- kenntnisse sind erforderlich.

Literatur zur Einführung:

  1. Dillon and L.P. Gerson, Neoplatonic Philosophy: Introductory Readings (Indianapolis: 2004).
  2. Gerson (ed.), The Cambridge History of Philosophy in Late Antiquity, 2 vols (Cambridge: 2010).
  3. Halfwassen, Plotin und der Neuplatonismus (München: 2004).
  4. Remes, Neoplatonism (Stocksfield: 2008).
  5. Smith, Philosophy in Late Antiquity (London: 2004).

→Agnes

Wilck, Benjamin: Justice and Happiness in Plato and Aristotle (PS)

How should one live? What is the best kind of life to lead? Can doing philosophy contribute to becoming a just and happy person? Why should one live a life of justice if unjust persons seem to be happier? In this seminar, we shall approach these and other such questions by reading and discussing central passages from Plato’s Republic and Aristotle’s Nicomachean Ethics. Readings will be made available via Moodle and Dropbox. The seminar requires no previous knowledge of the topic. The class will be held in English, but German contributions are welcome.

A syllabus, a bibliography, and a list of recommended English and German translations of Plato’s Republic and Aristotle’s Nicomachean Ethics will be distributed in the first session. Recommended introductory reading: Mark LeBar’s Stanford Encyclopedia of Philosophy entry “Justice as a Virtue” (2016): https://plato.stanford.edu/entries/justice-virtue/.

→Agnes