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Humboldt-Universität zu Berlin - Philosophy, Science and the Sciences

Summer semester 2017

This is a selection of courses offered by faculty of "Philosophy, Science and the Sciences". The regular forum for the pre-doctoral and doctoral students of the Research Training Group and the Graduate Program in Ancient Philosophy is Philip van der Eijk's Philosophical Colloquium, complemented by the Dissertation Seminar of Michalis Sialaros. Philipp Brüllmann is Jonathan Beere’s substitute for the sommer term 2017. The course list represents a variety of topics that are related to different research fields within the program. Please select your courses in accordance with your dissertation project and your supervisors.

Asper, Markus: Forschungskolloquium Gräzistik (CO)

Mon 12-2 pm, as of Apr 24 (bi-weekly); Unter den Linden 6, room 3052

Bjelde, Joseph: Philosophical Writing (Ü)

Tue 10-12, as of Apr 18; Unter den Linden 6, room 3103

Brüllmann, Philipp: Aristoteles: Nikomachische Ethik (VL)

Tue 4-6 pm, as of Apr 18; Unter den Linden 6, room 3038/035

Brüllmann, Philipp: Aristoteles: Nikomachische Ethik (PS)

Thu 10-12, as of Apr 20; Hannoversche Straße 6, room 3.03

Brüllmann, Philipp: Stoic Philosophy (CO)

Wed 4-6.30 pm, as of Apr 19; Hannoversche Straße 6, room 1.03

Brüllmann, Philipp: Utilitarianism: For and Against (HS)

Wed 10-12, as of Apr 19; Hannoversche Straße 6, room 1.03

Van der Eijk, Philip: Philosophical Colloquium (CO)

Mon 10-12, as of Apr 24; Unter den Linden 6, room 3053

Van der Eijk, Philip: Aristotle on the Origins of Life and on the Development of Soul and Body (PS)

Wed 2-4 pm, as of Apr 19; Unter den Linden 6, room 3053

Hildebrandt, Ronja / Roser, Christopher: Why Philosophy? Criticism and Justification of Philosophy and other Rational Endeavours in Antiquity

Fri 12-2 pm, as of Apr 21; Hannoversche Straße 6, room 3.03

Lo Presti, Roberto: Plato, Philebos (HS)

Thu 4-6 pm, as of Apr 20; Unter den Linden 6, room 3053

Menn, Stephen: Ancient Arithmetic and Music Theory (HS)

Tue 12-2 pm, as of Apr 18; Hannoversche Straße 6, room 3.03

Sialaros, Michalis: Dissertation Seminar

Wed 12-2 pm, as of Apr 19; Hannoversche Straße 6, room 1.03

 

Asper, Markus: Forschungskolloquium Gräzistik (CO)

Das Kolloquium soll als eine thematisch offene Diskussionsplattform dienen für alle, die Qualifikationsarbeiten mit gräzistischen Themen schreiben – oder die sonst über gräzistische Fragen forschen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

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Bjelde, Joseph: Philosophical Writing (Ü)

The goal of this course is to help students improve their philosophical writing, and especially their philosophical writing in English.  To that end, we will read and critique a miscellany of philosophical classics, old as well as new, including Plato on the division of the soul, Parfit on Personal Identity over time, Hume on Miracles, McMahan on our reason to desire the extinction of all carnivores), Williamson on the limits of our knowledge of our own minds, and more.  For the same reason, the course will require frequent but short papers, as well as reading and giving constructive feedback on other participants' papers.  

In order to allow for sufficient individual feedback, the course is limited to 25 participants.  Please email joseph.bjelde@hu-berlin.de by 17.4.2017 in order to secure a place.

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Brüllmann, Philipp: Aristoteles: Nikomachische Ethik (VL)

Die Nikomachische Ethik des Aristoteles ist eine der interessantesten, einflussreichsten und meistdiskutierten Schriften zur praktischen Philosophie. Sie behandelt eine Vielzahl wichtiger Themen (wie etwa das gute Leben, Tugend, Verantwortung, Gerechtigkeit, Freundschaft, Willensschwäche, Lust und Erziehung) und entwirft eine Konzeption der Ethik, die systematisch ernstzunehmen ist. Wer sich für praktische Philosophie interessiert, sollte die Nikomachische Ethik kennen. In unserer Vorlesung werden wir uns (a) einen Überblick über die zentralen Thesen und Argumente der Schrift verschaffen und dabei (b) einige Interpretationsprobleme und Forschungskontroversen kennenlernen. Außerdem werden wir (c) versuchen, die Nikomachische Ethik in ihren Kontext, d.h. den Kontext der antiken Ethik und der Aristotelischen Philosophie, einzuordnen und nicht zuletzt (d) immer wieder die Frage stellen, wie sich der Ansatz des Aristoteles zu anderen Ansätzen in der normativen Ethik verhält.

Literatur: Textgrundlage: Die Vorlesung orientiert sich im Wesentlichen an der Übersetzung von Ursula Wolf (Rowohlt 2006). Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.

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Brüllmann, Philipp: Aristoteles: Nikomachische Ethik (PS)

Textgrundlage ist die Übersetzung von Ursula Wolf (Rowohlt 2006). Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.

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Brüllmann, Philipp: Stoic Philosophy (CO)

Das Kolloquium richtet sich an alle fortgeschrittenen Studierenden, die ein Interesse an antiker Philosophie haben. Im Zentrum wird die Stoische Theorie der Emotionen (pathê) stehen, die wir anhand der Lektüre von Margaret R. Gravers Buch Stoicism and Emotion (Chicago 2007) sowie weiterer Forschungsliteratur diskutieren werden. Die Teilnahme ist nur nach Rücksprache vor Semesterbeginn möglich (Bruellmann@lrz.uni-muenchen.de).

This colloquium is open to all advanced students who have an interest in ancient philosophy. Our topic will be the Stoic theory of emotions (pathê) which we will discuss on the basis of Margaret R. Graver’s book Stoicism and Emotion (Chicago 2007) and further literature. Participation by appointment only (Bruellmann@lrz.uni-muenchen.de).

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Brüllmann, Philipp: Utilitarianism: For and Against (HS)

Gegenstand des Seminars ist das 1973 erschienene, schmale, aber einflussreiche Buch Utilitarianism: For and Against, in dem J.J.C. Smart eine Version des Utilitarismus verteidigt und Bernard Williams Einwände gegen den Utilitarismus vorbringt. Bei der Lektüre dieses Buches werden uns einige wichtige und vieldiskutierte Argumente begegnen, so etwa zur Bestimmung des Konsequentialismus, zur Rolle von Regeln, zur Konzeption des Guten, zur Alternative von Durchschnitts- und Gesamtnutzen, zur Berücksichtigung von remote consequences, zu Schwierigkeiten der Vorhersagbarkeit, zur Funktion von Lob und Tadel, zum Verhältnis von Utilitarismus und Gerechtigkeit, zur negativen Verantwortung sowie zur Spannung zwischen Utilitarismus und persönlicher Integrität. Ausgehend von diesen Argumenten werden wir immer wieder einen Blick auf die weitere Debatte werfen und einige allgemeinere Fragen zum Für und Wider des Utilitarismus diskutieren.

Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft zur Lektüre englischer Texte.

Literatur: Textgrundlage: J.J.C. Smart und Bernard Williams: Utilitarianism for and against, CUP 1973. Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.

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Van der Eijk, Philip: Philosophical Colloquium (CO)

In this weekly colloquium, we will consider aspects of the relationship between philosophy and the special sciences in the ancient world. Students will have the opportunity to present work in progress; there will also be presentations by visiting speakers. Those interested in participating are asked to contact Philip van der Eijk, philip.van.der.eijk@hu-berlin.de.

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Van der Eijk, Philip: Aristoteles über die Ursprünge des Lebens und die Entwicklung von Seele und Körper / Aristotle on the Origins of Life and on the Development of Soul and Body (PS)

Aristoteles gilt als der erste Philosoph, der systematisch und theoretisch über die Frage nach dem Ursprung und dem Wesen des Lebens nachgedacht hat. Was heißt Leben, wie kommt es zustande? Welche Formen und Niveaus von Leben lassen sich unterscheiden? Wie muss man die Fortpflanzung verstehen? Welche Faktoren bestimmen die Art und das Geschlecht des neuen Lebewesens und ob es seiner Mutter oder seinem Vater gleicht? Und welche Faktoren beeinflussen die weitere Entwicklung der Seele und des Körpers eines Lebewesens, sein Wachstum, seine Gesundheit und Lebenslänge? – Bei der Beantwortung dieser Fragen benutzt Aristoteles nachdrücklich Begriffe aus seiner Metaphysik wie Stoff und Form, Potentialität und Aktualität und seine Lehre der vier Ursachen, um das Phänomen des Lebens zu durchgründen. Gleichzeitig war Aristoteles aber auch Naturforscher, der aus einer großen Sammlung empirischer Beobachtungen schöpfte und der bunten Vielfalt der biologischen Realität gerecht werden wollte. Die Fortpflanzung der Bienen und der Pflanzen interessiert ihn nicht weniger als die Tatsache, dass ‘ein Mensch einen Menschen zeugt’. Auch berücksichtigt und überprüft er die Ansichten von Bauern und Fischern und die Vorstellungen von Ärzten seiner Zeit. In diesem Seminar werden wir ausgewählte Kapitel aus Aristoteles’ Schriften über die Fortpflanzung, über die Seele und aus seinen kleineren naturwissenschaftlichen Schriften (in Übersetzung) auf ihre Benutzung theoretischer und empirischer Elemente hin durcharbeiten und sehen, wie erstaunlich aktuell die Ansichten des Aristoteles immer wieder sind.

Literatur: Aristoteles, Über die Seele, übers. Klaus Corcilius, Reclam, 2017

Aristoteles. Fünf Bücher von der Zeugung und Entwicklung der Tiere, übers. H. Aubert, F. Wimmer (Nachdruck Beck, München 2014), oder

Aristotle. On the Generation of Animals, übers. A. Peck, Loeb Classical Library, 1942

Aristoteles, Kleine naturwissenschaftliche Schriften, Übers. K. Dönt, Reclam, 2010

Henry, «Generation of Animals», in G. ANAGNOSTOPOULOS (ed.), A Companion to Aristotle, Wiley-Blackwell, Oxford, pp. 368-383

Falcon, D. Lefèvre (eds.) Aristotle: On Generation of Animals, Cambridge 2017

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Hildebrandt, Ronja / Roser, Christopher: Why Philosophy? Criticism and Justification of Philosophy and other Rational Endeavours in Antiquity

In this research team, we will investigate the following questions:

  1. What is “philosophy” and how did the concept of “philosophy“ develop in ancient Greece?
  2. What does the criticism of philosophy and similar rational endeavours consist in?
  3. What is the justification of philosophy and similar rational endeavours?

While we will concentrate on the ancient debates on this topic during the teaching period, the participants can also do research on the reception and continuation of the debate in other times, e.g. in the contemporary debate.

After a short introduction of the topic, every participant will develop his own research project. In a small team of max. 10 students, we will have sufficient time for presenting ideas, discussing them and getting feedback. Our aim is that every participant produces a paper on the topic which is ready for publication. You will have the chance to present your paper at a conference at the end of the semester and afterwards published in a collection.

English speaking applicants are welcome.

If you're interested, please write a formless e-mail to christopher.n.roser@gmail.com. Let me know what interests you in the topic and what your field of study as well as your stage in your studies (Bachelor or Master) is. Please let me also know whether you have passive German abilities.

Depending on the number of English speaking applicants and the willingness of the German speaking applicants to hold the course in English, we will determine whether the teaching language of the course will be English or German. In case you have passive German: English contributions, presentations and papers will be accepted in any case.

More Information on: https://sites.google.com/view/warumphilosophie

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Lo Presti, Roberto: Plato, Philebos (HS)

Das Hauptthema, mit dem sich Platon in seinem Dialog Philebos befasst, ist die ethische Bewertung der Lust. Ausgangspunkt dieser Betrachtung von entscheidender Bedeutung für die Gründung einer praktischen Philosophie ist der Streit zwischen Philebos und Protarchos, die eine hedonistische Position vertreten, indem sie die Lust als höchsten Wert betrachten und sie mit dem schlechthin Guten gleich setzen, und Sokrates, der die Gegenposition vertritt und der Einsicht und der Vernunft Vorrang einräumt. Die Berechtigung und den Wert der Lust bestreitet er zwar nicht, doch zeigt er die Verschiedenartigkeit der Lüste auf und tritt für eine differenzierte Beurteilung ein. Er verwirft manche Arten der Lust, da sie schädlich seien, und billigt den übrigen, den „reinen“ Lüsten, nur einen untergeordneten Rang in der hierarchischen Wertordnung zu. Die Unterscheidung zwischen den Lustarten führt zu allgemeinen Überlegungen über die Einheit und Vielheit von Arten, die unter einem Oberbegriff zusammengefasst werden, und über die Gattungen, in die sich alles Seiende aufteilen lässt. Lust und Unlust treten im menschlichen Leben in verschiedenen Erscheinungsformen und Mischungsverhältnissen auf. Sokrates untersucht die Ursachen, die Entstehung und die Beschaffenheit dieser Faktoren und ihrer wechselnden Kombinationen, die verschiedenartige Gemütszustände ergeben. Die Besonderheiten der einzelnen Lustformen werden herausgearbeitet und die Gründe für deren unterschiedliche Bewertung dargelegt. Am Ende des Dialogs präsentiert Sokrates eine universale Wertordnung. Darin nimmt das richtige Maß, die Verhältnismäßigkeit, den obersten Platz ein und die Lust – soweit sie berechtigt ist – den untersten. Schädliche Lüste sind zu meiden. Die rechte Mischung der erwünschten Faktoren soll ein gelungenes Leben ermöglichen und einen ausgeglichenen Gemütszustand herbeiführen. Protarchos sieht das ein, Philebos äußert sich nicht mehr.

Das Philebos ist aber auch ein der Werke Platons, in denen sich praktische und theoretische Philosophie am deutlichsten und am engsten miteinander verknüpfen, weil die sokratische Unterscheidung zwischen den Lustarten auf eine Einteilung alles Seienden in vier Klassen beruht, welche Einteilung auf Platons Ideen- und Prinzipienlehre hinzuweisen scheint.  Beim Seminar werden wir uns mit allen Kernfragen, die im Dialog erörtert werden, gründlich befassen. Besondere Aufmerksamkeit werden wir auf das Verhältnis zwischen Ethik und Ontologie und dessen Bedeutung für die Entwicklung der platonischen Philosophie richten.

Das Seminar wird stark diskussionsorientiert sein und setzt deshalb eine aktive Teilnahme voraus. Die Kenntnis der griechischen Sprache ist willkommen, aber nicht erforderlich. Wir werden den Text in deutscher Übersetzung lesen, wobei wir auf den griechischen Text in systematischer Weise verweisen werden, um Kernbegriffe zu verdeutlichen.

Eine vollständige Primär- und Sekundärliteraturliste wird in der ersten Seminarsitzung zur Verfügung gestellt.

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Menn, Stephen: Ancient Arithmetic and Music Theory (HS)

Mathematics, on the classical Greek understanding, is not a single discipline but a cluster of disciplines, including not only arithmetic (number theory) and geometry but also harmonics (mathematical music theory), astronomy, optics and mechanics, all at least ideally carried out by the same axiomatic-deductive method. Even Euclid's Elements is not exclusively about geometry, but contains three books (VII-IX) about arithmetic. We will try to understand both the deductive structure of these books and their function in the larger enterprise of Greek mathematics. This is in part to support the incommensurability results of Elements X, but also in part to support theorems in harmonics, such as the theorems that the octave, perfect fifth, and perfect fourth cannot be divided into any number of equal musical intervals, where a musical interval must be expressible as a ratio of integers. These theorems are proved in the Sectio Canonis also attributed (correctly or incorrectly) to Euclid, but according to late ancient testimony a version of these theorems was stated and proved by Archytas a century earlier. However, it seems likely that Archytas' proof was logically deficient, and that one purpose of the arithmetical books of the Elements was to demonstrate assumptions that Archytas had taken for granted. Archytas in turn was probably criticizing Philolaus' attempts to give divisions of the perfect fourth into three musical intervals ("divisions of the tetrachord") to generate the three basic scales of Greek music, the diatonic, chromatic and enharmonic. Archytas also gives his own alternative divisions of the tetrachord, which were in turn criticized and improved on by Aristoxenus, Eratosthenes, Didymus, and Ptolemy: some of this history is preserved in Ptolemy's Harmonics, and some in Porphyry's commentary on the Harmonics, which has recently been translated. While our main texts will be the arithmetical books of the Elements and the Sectio Canonis, we will try to look at the context in the history of divisions of the tetrachord. We will not get into broader areas of Greek musical theory. We will not presuppose knowledge of Greek or of music theory, although any such background can only be helpful.

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Sialaros, Michalis: Dissertation Seminar

This seminar is designed as a forum for all doctoral students of the Research Training Group “Philosophy, Science and the Sciences” and the Graduate Program in Ancient Philosophy to present and discuss their work.